Otto Warburgs Beitrag zur Atmungstheorie. Das Problem der Sauerstoffaktivierung
Mit dem vorliegenden Buch werden die Veröffentlichungen zu Leben und Werk des Zellphysiologen Otto Heinrich Warburg (1883-1970) fortgesetzt. Es ist der erste Band einer Edition aus dem Warburg-Nachlaß, in deren Mittelpunkt seine einschlägige Korrespondenz aus den Jahren 1908 bis 1914 steht. Es handelt sich um jenen Zeitraum, in dem er mit seinen Abhandlungen zur biologischen Oxydation einen Teil des Werkes publizierte, für das er 1931 den Nobelpreis für Physiologie und Medizin erhielt. Otto Warburg repräsentiert eine Gruppe von Wissenschaftlern, die sich der Erforschung der physikalisch-chemischen Grundlagen der Lebensprozesse verschrieben hatte. In diesem Sinne werden wissenschaftliche Diskussionen Warburgs mit Freunden, Schülern und Gleichgesinnten dokumentiert. Zu den wichtigsten Korrespondenzpartnern Warburgs gehören Jacques Loeb, Otto Meyerhof und Leonor Michaelis. Diese Personen sind sowohl durch die Arbeit als auch durch das persönliche Schicksal, ihre Benachteiligung als jüdische Wissenschaftler, miteinander verbunden. Loeb hatte wesentlichen Anteil daran, daß Warburg, Meyerhof und Michaelis sich erfolgreich dem Gebiet der Zellphysiologie zuwandten