Der Verlust des Ortes

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ISBN: 978-3-935063-97-5
gebunden, 88 Seiten
Volker Mohr, Architekt und Schriftsteller, dürfte den Kehre-Lesern durch seine zwei Aufsätze, »Ökologie im Spiegel der Ortlosigkeit« und »Baukultur und Masse«, einmal in der Kehre  4 »Migration« sowie der Kehre  8 »Massengesellschaft« ein Begriff sein. Zusätzlich zu diesen beiden Aufsätzen, und seinem literarischen Schaffen in dem von ihm verantworteten Loco-Verlag, hat Mohr für den Verlag Antaios einen Band in der reihe kaplaken verfaßt.

In diesem kaplaken über den »Verlust des Ortes« umkreist er die Auswirkungen einer »Perfektion der Technik« ebenso wie die daraus resultierende Entortung des Menschen und Vernutzung aller noch unberührten oder nur organisch in den Dienst genommenen Räume. 

Wer Mohr liest, begreift, warum der Mensch den Ort braucht; warum er ohne ihn herunterkommt und zur Verfügungsmasse einer Industrie für den Massenkonsum verkommt. Gegenkräfte sieht Mohr in der Rückverzauberung der Welt, in der Entschleunigung des eigenen Lebens und darin, dem Poetischen und Nicht-Bezifferbaren im Leben einen hohen Stellenwert einzuräumen. Ein Programm für wenige, keines für die Massengesellschaft: 

Vom Einzelnen, aber auch von den maßgebenden Persönlickeiten bedarf es der Abkehr vom technischen-mechanistischen Weltbild. Die Erde besteht aus sehr viel mehr als aus funktionalen Abläufen. (...) Nicht ein Rückwärtsblicken oder -schreiten ist verlangt, sondern Umsicht in jeder Beziehung. Umsicht verlangt aber, daß man einen Standpunkt hat – nicht einen entlehnten, sondern einen eigenen, unabhängigen. Und, daß man den eigenen Ort in seinem Herzen findet, wodurch man Identität zu stiften vermag.

Leseempfehlung!