Basilisken-Presse

Der 1976 in Marburg an der Lahn gegründete Fachverlag Basilisken-Presse ist spezialisiert auf Publikationen aus der Wissenschafts- und Biologiegeschichte. Gegründet wurde er von Armin Geus (Jahrgang 1937), einem Biologie- und Medizinhistoriker, der viele Jahrzehnte an der Philipps-Universität Marburg lehrte und den Verlag bis 2022 führte. Seit Ende 2022 gehört der Verlag zur Oikos Verlag UG und wird hier als Imprint weitergeführt.

Neues aus der Karmaforschung
Historische Bildfunde in geisteswissenschaftlicher Sicht.

7,00 €*

Die Eidgenossen und ihre Nachbarn im Deutschen Reich des Mittelalters
Dreißig Schweizer Autoren, die alle in Deutschland leben und arbeiten, äußern sich zu sehr unterschiedlichen Themen: Heimat, Vaterland und Europa, Grenzerfahrungen, politische Modelle und Wirtschaftsfragen, Mentalitäten, Menschen- und Weltbilder, Sprachen, Architektur, kulturelles Leben, Umwelt und Gesundheit.

12,00 €*

Generation 1968 – Nachgeburt von 1933?
Die in einem kürzlich erschienenen, explizit als Streitschrift deklarierten Essay vertretene Ansicht des Wiener Publizisten Michael Ley, die Akteure der Achtundsechziger seien allesamt Kinder Hitlers gewesen, hat zwar viel Beifall erhalten, aber erwartungsgemäß auch entschiedene Ablehnung und Widerspruch ausgelöst. Rolf Stolz, selbst aktiv Beteiligter der Bewegung und aufmerksamer Zeitzeuge der Ereignisse, kritisiert daher mit der vorliegenden Replik „zugleich argumentierend und polemisch“ die „Totalentsorgung der sehr komplexen Impulse des Jahres 1968“ sowie die undifferenzierte Art der Vergangenheitsbewältigung. Er erwartet, dass sich daraus weitere Debatten ergeben, von der die zeithistorische Geschichtsschreibung nur profitieren kann.

15,00 €*

Max Stirner – An den Quellen des Existenzialismus
Stirners Egoismus bedeutet nichts anderes als das, was er ausführlich und facettenreich mit dem Begriff »Eigenheit« beschrieben hat: die Grundbefindlichkeit des Eigners, desjenigen also, der von sich sagen kann: »Ich bin Mir alles und ich tue alles Meinethalben.« Stirner spricht von Egoismus oder Eigenheit. Vorbild kann die christliche Religion sein. Sie hat sich einst von den heidnischen griechischen Göttern befreit, sie verdammte die heidnische Moral. Und was war der Grund der Christen für diese Abwendung von der heidnischen Religion? Sie täten es, meint Stirner, aus egoistischen Gründen, »um ihres Seelenheils willen«. Erst dann, wenn Freiheit meine Freiheit, das heißt: egoistische Freiheit, Eigenheit, geworden ist, erst dann wird aus einem schönen, aber wirkunslosen Ideal ein für den Einzelnen entidealisiertes, aber wirkungsvolles, ins Leben eingreifendes, das Leben beeinflussendes Verhalten. 

24,90 €*

Das Narrenschiff: Überlegungen zur Ästhetik im Angesicht zivilisatorischen Niedergangs
Es ist die Kunst, die das Bewusstsein vom Ende der Zivilisation erträglich macht. Der Autor befasst sich in diesem Essay mit dem Bewusstsein vom Ende der Zivilisation und der Kunst. Die nämlich macht eben jenes erträglich. Das heißt, nicht die Kunst ist am Ende, sondern sie begleitet das Ende der Zivilisation. Somit prägt das mögliche Ende der Geschichte die Kunst.

12,00 €*

Gezielte Streifschüsse: Ausstellung des Vereins Deutsche Sprache e.V. (VDS). Begleitkatalog zur gleichnamigen Ausstellung
Am 13. April 2013 wird eine Ausstellung des Vereins Deutsche Sprache e.V. (VDS) im Marburger Rathaus eröffnet. Thema: Denglisch. Diese oft seltsam anmutende Mischung aus Englisch und Deutsch. In den Augen der Kabarettisten wie Dieter Hallervorden oder Günter Grünwald haben Denglisch-Erfinder zwar nichts zu sagen produzieren dafür allerdings viel heiße Luft. In diesem Buch sind es allerdings Karikaturisten, die sich nicht nur mit scharfer Zunge sondern auch mit spitzer Feder, Computer, Bleistift, oder Aquarellfarben der Pidgin-Sprache angenommen. In diesem – die Wanderausstellung begleitenden Katalog – sind 45 Zeichnungen namhafter Karikaturisten abgebildet. Ausstellung und Bildband sind somit eine einmalige Werkschau. Michael Rumpf erläutert in einem einführenden Beitrag den Einfluss des Englischen auf die deutsche Sprache und Hermann Schubart führt in die Geschichte der Karikatur ein.

9,90 €*

Ludwig Büchners Religionskritik. Ein unbekanntes Dokument
Mit dem vorliegenden Bändchen wird eine fast vergessene Rezension Ludwig Büchners (1824–1899) wieder zugänglich gemacht, die als Werbedruck für eine 1878 in New York erschienene deutsche Übersetzung des berühmten Testaments von Jean Meslier (1664–1729) entstand. Dabei handelt es sich um die radikale Streitschrift eines katholischen Priesters gegen Religion, Kirche und Monarchie, die erst nach dessen Tod in drei handschriftlichen Exemplaren gefunden wurde. Anlass zur Publikation war der zufällige Erwerb eines Originaldruckes der Besprechung, der einige Erläuterungen hinzugefügt wurden.

13,50 €*

Christoph Gottfried Jacobi und die Süßwasserpolypen des Abraham Trembley
»Es gibt Experimente, die in der Geschichte der Biologie einen ganz besonderen Platz einnehmen. Als Abraham Trembley um 1733 seine Untersuchungen an unbekannten grünen Wasserorganismen begann, war er sich sicher nicht bewußt, daß einige Historiker diese Versuche, zusammen mit denen Charles Bonnets, später einmal als Beginn der ‚Biologie’ als autonome Wissenschaft bezeichnen würden. Hans Querner und Ilse Jahn haben ein bisher unveröffentlichtes Gedicht von Christoph Gottfried Jacobi zum Anlaß genommen, um auf die breite Wirkung dieser Untersuchungen hinzuweisen. […] Der aufschlußreiche und sorgfältig recherchierte Text, die liebevolle Edition, zusammen mit den acht Abbildungen (sechs davon aus Trembleys Werk) machen aus dem Büchlein ein kleines Schmuckstück.« (History of Philosophy of the Life Sciences, Heft 25, 2003)

12,00 €*

Politisch-biologische Analogien im Frühwerk Rudolf Virchows
Übersetzt aus dem Italienischen befaßt Renato G. Mazzolinis Politisch-biologische Analogien im Frühwerk Rudolf Virchows sich mit der Frage, inwieweit sozial-politische Vorstellungen die Entstehung naturwissenschaftlicher Theorien beeinflussen können.

12,00 €*

NEU
Hannah Arendt – Martin Heidegger. Eine Liebe in Deutschland
Die Liebe zwischen Hannah Arendt und Martin Heidegger, der schönen jüdischen Studentin und dem weltberühmten Philosophen, späteren NS-Rektor, hat seit je Faszination und auch Irritation ausgelöst. Seit dem Erscheinen des Briefwechsels kann man sich ein genaueres Bild von dieser leidenschaftlichen und krisenhaften Beziehung machen. Die Studie von Ludger Lütkehaus zeichnet ihre biographischen, philosophischen und politischen Aspekte auf dem Hintergrund der Epoche nach: das Jahrhundert, in der Geschichte einer Liebe erfaßt, einer Liebe in Deutschland.

11,00 €*

Das islamische Pflichtgebet und der Gebetsruf
Druckfrisch: die neue Streitschrift von Tilman Nagel Der Gebetsruf ist nach schariatischer Lehre eine der Besonderheiten des Islams; er ist der Ausdruck der Herrschaft des Islams über das Territorium, in dem er ertönt. In dieser Funktion ist er der öffentlich bekundete Ausdruck der Lehren des Islams, durch die sich dieser, die einzige wahre, auf Allahs unmittelbarem Willen beruhende Daseinsordnung, von allen übrigen Religionen unterscheidet. Der Vollzug des rituellen Gebets, der wichtigsten Ritualpflicht des Muslims, bildet einen unmittelbaren und unauflösbaren Zusammenhang mit der islamischen Machtausübung. Dieser Sachverhalt wird von islamischer Seite ad nauseam in der Formel zum Ausdruck gebracht, der Islam sei Religion bzw. gottgegebene Daseinsordnung und Staat in einem. In der westlichen Publizistik hat man sich allerdings angewöhnt, von einem »politischen Islam« zu sprechen, dessen Vorstellungen und Idealen man das weitgehende Scheitern der Einfügung muslimischer Zuwanderer in die westliche Gesellschaft und in deren politische Zivilisation zuschreibt. Im Umkehrschluß würde das bedeuten, daß der unpolitische Islam, der ja existieren muß, wenn es einen politischen geben soll, dieser Einfügung keine Hemmnisse entgegensetze. Nun läßt sich schon bei oberflächlicher Kenntnisnahme der islamischen Geschichte ein solcher unpolitischer Islam nirgends finden. Wo immer Muslime an die Macht gelangten, begründeten sie diese Macht mit dem Handeln Mohammeds, der den ihm offenbarten Glauben als eine ihm durch Allah übertragene Herrschaft auffaßte und entsprechend entschlosssen, ja skrupellos gegen seine äußeren Feinde und gegen die Zweifler in den eigenen Reihen vorging. »Der Islam herrscht, er wird nicht beherrscht!« Diese Maxime ist unter radikal gesonnenen Muslimen weit verbreitet. Sie ist aber keineswegs eine Eigenheit »radikaler« Strömungen. Sie wird von ihnen nur offen ausgesprochen. In der tagtäglichen Ausübung der islamischen Daseinsordnung, etwa im rituellen Gebet und im Gebetsruf, wird diese Forderung stets implizit erhoben. Mit der Fiktion eines zu bekämpfenden »politischen Islams« und dem Glauben an einen unpolitischen Islam, dem jene Ziele fremd seien, wird man sich nicht aus der Problematik der Unverträglichkeit eines islamischen Glaubenslebens mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung hinausmogeln können.

19,60 €*

Bakterienlicht & Wurzelpilz
Endosymbiosen in Forschung und Geschichte.Herausgegeben von Armin Geus.

12,00 €*

Physiologie und Kultur in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert. Briefe an Hermann von Helmholtz
Die Briefe der bedeutenden Physiologen Johannes Peter Müller (1801–1858), Carl Friedrich Wilhelm Ludwig (1816–1895), Ernst Wilhelm Ritter von Brücke (1819–1892) und Gustav Theodor Fechner (1801–1887) an Hermann Ludwig Ferdinand von Helmholtz (1821–1894) geben für die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts ein interessantes Bild über Physiologie und Kultur in der Entwicklung.

18,00 €*

Rudolf Virchow und Emil du Bois-Reymond. Briefe 1864 – 1894
Rudolf Virchow und Emil du Bois-Reymond gehören zu den herausragenden Wissenschaftlerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts, die in entscheidendem Maße die Entwicklung der organischen Naturwissenschaften geprägt haben. Die hier vorgelegte Korrespondenz umfaßt 52 Briefe und zwei Postkarten von Emil du Bois-Reymond an Virchow und 13 Briefe und zwei Postkarten von Rudolf Virchow an Emil du Bois-Reymond.

12,00 €*

Evolution
Der Zoologe und Evolutionsbiologe D. Stefan Peters vom Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum in Frankfurt am Main machte sich mit seinen Forschungen zur Evolution und Systematik der Wirbeltiere, besonders der Vögel, sowie ausgewählter Insektengruppen einen Namen. Davon ausgehend beschäftigte er sich intensiv mit evolutionstheoretischen Fragen und grenzüberschreitenden Themen aus Naturwissenschaft, Philosophie und Theologie. Die vorliegende Abhandlung ist die Quintessenz seiner praktischen Forschungen und theoretischen Erwägungen über die Vielfalt der Lebewesen, die Voraussetzungen der Evolutionstheorien und die beiden Aspekte der Evolution, Veränderung und Vervielfältigung. Der kompakte, kritische Essay ist eine der wichtigsten Stellungnahmen der jüngsten Zeit zu den Potenzen, aber auch Grenzen der Evolutionstheorien und zugleich ein methodischer Wegweiser für Naturforscher.

18,00 €*

Experiment, Differenz, Schrift
Der Band enthält drei Fallstudien – hervorgegangen aus drei Vorträgen – zur Entwicklung der Molekular- und Mikrobiologie. Sie sind eine lesenswerte Einführung in Rheinbergers auf Gaston Bachelard und und anderen basierenden Versuch, epistemische Dinge zur Erklärung der modernen Laborbiologie heranzuziehen. Dieser wissenschaftshistorische Ansatz bildet zugleich eine Abgrenzung gegenüber der positivistischen Geschichtsschreibung.

11,00 €*

Brückenschlag zwischen zwei Kulturen. Helmholtz in der Korrespondenz mit Geisteswissenschaftlern und Künstlern
Die von Charles Peirce Snow für das 20. Jahrhundert diskutierte Trennung der zwei Kulturen, der naturwissenschaftlichen und der geisteswissenschaftlich-künstlerischen , wurzelt im Auseinanderfallen naturwissenschaftlicher Detailsicht und geisteswissenschaftlich-künstlerischer Gesamtanschauung der Welt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der herausragende Naturforscher Hermann von Helmholtz (1821–1894) setzte sich dafür ein, die entstandene Kluft zu überwinden. Er wirkte in einer Zeit entscheidender Umbrüche in der wissenschaftlichen Entwicklung. Wesentlich durch seine Arbeiten gefördert vollzog sich der Übergang von der spekulativ naturphilosophischen Art der Naturbetrachtung zur theoretisch begründeten und experimentell fundierten Erforschung der Natur. Exakte Gesetzeserkenntnis, möglichst mathematisch formuliert, spezielle empirische Untersuchungen und die Orientierung auf praktisch verwertbare Ideen erbrachten neue Einsichten in die komplizierten Beziehungen der erforschten Gegenstände. 

19,00 €*

Mondnacht – Drei Erzählungen
Heinrich Görl legt mit diesem Buch ein Stück Gegenwartsliteratur vor, das durch die Feinheit der Gedanken und die Stärke des Ausdrucks besticht. Nüchternheit und ein hoher Grad an Poetizität, Sachlichkeit und Ironie ergeben einen Erzählstil, der typisch ist für unsere Zeit der zerissenen Gefühle.

9,60 €*

Kurze Abhandlung über die Aetzkunst
Johann Rudolf Schellenbergs (1740–1806) Kurze Abhandlung über die Aetzkunst von 1795 stellt einen damaligen Leitfaden der Radiertechnik für Anfänger und Fortgeschrittene dar. Mit der Faksimileausgabe der Abhandlung wird die Bedeutung Schellenbergs für die Kunst der Illustration des späten 18. Jahrhunderts gewürdigt.

12,00 €*

Mit Vogelsang und Blütenkleid – Ökologische Gedichte und Texte zu fernöstlicher Malerei
18 japanische Bildmotive der Natur- und Landschaftsmalerei verbinden sich mit Poesie, die den ökologischen Blickwinkel der Gegenwart aufnimmt. Malerei und Lyrik laden zum Verweilen, Besinnen und Nachdenken über Kunst und Naturerleben ein.

19,00 €*

Georg Harig – Aufsätze zur Medizin- und Wissenschaftsgeschichte
Die Geschichte der antiken Medizin- und Naturforschung, ihre Nachwirkung und Rezeption bis in die Neuzeit und die Geschichte der Berliner Medizin sind drei Forschungsgebiete von Georg Harig (1935–1989), einem national wie international beachteten Gelehrten, der von 1985 bis 1989 Ordinarius für Geschichte der Medizin an der Berliner Humboldt-Universität und Direktor des zweitältesten Instituts in diesem Fach in Deutschland war. Der Band legt bedeutsame Arbeiten aus diesen drei Forschungsgebieten vor: Schwerpunkte sind die Erörterung des Verhältnisses der griechischen zur altorientalischen Heilkunde, der hippokratische Eid, die Anfänge der theoretischen Pharmakologie im Corpus Hippocraticum, das Hippokrates-Verständnis Galens, die philosophischen Grundlagen der Medizin des Asklepiades von Bithynien, Poseidonios von Apameia und seine Bedeutung für die pneumatische Schule sowie die antike Auffassung vom Gift.

24,00 €*